Kieler Professorinnen und Professoren von 1919 bis 1965

Reimut Jochimsen

Personendaten
Name Jochimsen
Vorname Reimut
Geburt in Niebüll, Deutsches Reich (Schleswig-Holstein)
Tod in Bonn, Bundesrepublik Deutschland (Nordrhein-Westfalen)
Akademischer Grad Prof. Dr. rer. pol. h.c.
Konfession evangelisch
Familienstand verheiratet
Anzahl Kinder 2
Link http://gelehrtenverzeichnis.de/a36806ed-9c29-7cd5-38bd-4e56443deaf1
Verknüpfungen http://d-nb.info/gnd/115680357 , http://gelehrtenverzeichnis.de/a36806ed-9c29-7cd5-38bd-4e56443deaf1
Verwandtschaften
Elternteil Johannes Jürgen Jochimsen ( - )
Studium
1953 - 1954Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaft in Cambridge
1954 - 1955Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft in Bonn
1955 - 1956Sozialwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft in Bologna
1956 - 1957Diplom: Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaft in Freiburg im Breisgau
Qualifikationsschriften
1959 Dissertation: Ansatzpunkte der Wohlstandsökonomik: Kritische Würdigung und Versuch einer Neuorientierung im Bereich der normativen Lehre vom wirtschaftlichen Wohlstand (Politikwissenschaft) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
1964 Habilitation: Theorie der Infrastruktur: Grundlagen der marktwirtschaftlichen Entwicklung (Volkswirtschaftslehre) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Akademische Karriere
1957 - 1964wiss. Assistent für Volkwirtschaftslehre: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Freiburg im Breisgau
1959 - 1961Gastprofessor für Volkswirtschaftslehre: The Johns Hopkins University SAIS Bologna Center in Bologna (Gastprofessor an der Johns Hopkins University)
1964 - 1964Privatdozent für Volkwirtschaftslehre: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Freiburg im Breisgau
1964 - 1964Gastprofessor für Volkswirtschaftslehre: The Johns Hopkins University SAIS Bologna Center in Bologna (Gastprofessor an der Johns Hopkins University)
1964 - 1990o. Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kiel
1969 - 1970RektorChristian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kiel
Weitere Informationen
1939 - 1943Volksschule in Niebüll
1943 - 1950Gymnasium in Niebüll
1950 - 1953AbiturGymnasium in Flensburg
1965 - 1999MitgliedSozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
1970 - 1973Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt in Bonn
1973 - 1978Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft in Bonn
1978 - 1980Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf
1978 - 1990Mitglied des Deutschen Bundesrates in Bonn
1980 - 1985Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf
1985 - 1990Minister für Wirtschaft, Mittelstand und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf
1988 - 1990VorsitzenderWirtschaftsminister-Konferenz der Länder der Bundesrepublik Deutschland
1990 - 1999VorstandsmitgliedZentralbankrat der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main
1990 - 1999Präsident der Landeszentralbank in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf
Ehrungen
1975 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
1978 Großes Bundesverdienstkreuz
1984 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
1988 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
1989 Großes Silbernes Ehrenzeichen mit Stern der Republik Österreich
1991 Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen
1992 Kommandeur I. Klasse des Königlichen Nordsternordens
Biographische Notizen
Der Reimut-Jochimsen-Preis ist eine zu Ehren und in Erinnerung an den Ökonomen Reimut Jochimsen vergebene Auszeichnung, und wird seit 2002 von der Hauptverwaltung Düsseldorf der Deutschen Bundesbank gestiftet. Der mit 5000 € dotierte Preis wird im zweijährlichen Turnus für Forschungen auf dem Gebiet der Infrastruktur vergeben.
Quellen
LASH, Abt. 811, Nr. 16587.
Literatur
Seifert, Benjamin: Träume vom modernen Deutschland. Horst Ehmke, Reimut Jochimsen und die Planung des Politischen in der ersten Regierung Willy Brandts, Stuttgart 2010.